Pädagogisches Konzept

Ziele meiner pädagogischen Arbeit

Mein Ziel ist es, jedes Kind in seiner sozialen, emotionalen, sprachli chen, körperlichen und geistigen Entwicklung individuell zu begleiten. 

Eine sichere Bindung, verlässliche Beziehungen und ein klar strukturier ter Alltag bilden dafür die Grundlage. Die Kinder erhalten Zeit und Raum für freies Spiel, Bewegung, Sinneserfahrungen, Sprache, Kreativität und gemeinsames Lernen. 

Ich orientiere mich an ihren Interessen, ihrem Entwicklungsstand und ihrem individuellen Tempo. Dabei unterstütze ich sie, zunehmend selbstständig zu handeln, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und respektvoll mit anderen umzugehen.

Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes

Die Eingewöhnung ist eine besonders sensible Phase für das Kind, seine Eltern und mich als Kindertagespflegeperson. Sie ermöglicht uns, schrittweise eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. 
Ich orientiere mich am Berliner Eingewöhnungsmodell und passe den Ablauf an die Signale, bisherigen Betreuungserfahrungen und individuellen Bedürf nisse des Kindes an. Zu Beginn begleitet eine vertraute Bezugsperson das Kind. Erste kurze Trennungsversuche erfolgen erst, wenn das Kind dafür bereit erscheint, und werden behutsam ausgeweitet. 
Die Dauer der Eingewöhnung lässt sich nicht im Voraus verbindlich festlegen. Man geht von maximal 4 Wochen aus. Sie ist abgeschlossen, wenn das Kind mich als verlässliche Bezugsperson annimmt, sich von mir begleiten und trösten lässt und den Betreuungsalltag zunehmend sicher bewältigt. 
Den Verlauf und die nächsten Schritte stimme ich re gelmäßig mit den Eltern ab.

Die Eltern sind ein wichtiger Teil der Erziehungspartnerschaft

Die Zusammenarbeit mit den Eltern stellt ein wichtiges Fundament in unserer Kindertagespflege dar. Eine Zusammenarbeit zwischen den Eltern und uns (der Kindertages pflege) ist auch eine Bildungspartnerschaft, welche Offenheit, Ver trauen, Ehrlichkeit, Dialogbereitschaft, gute Umgangsformen und den notwendigen Respekt voreinander und der Rollenklarheit voraussetzt. In einem intensiven Erstgespräch tauschen wir uns über die Vorlieben und Abneigungen des Kindes aus. Gemeinsam sprechen wir über Rituale und Werte in der Familie und besprechen die Eingewöhnungsphase. Da bei achten wir aufmerksam auf die Signale des Kindes und gestalten die Eingewöhnung individuell nach seinen Bedürfnissen und seinem Tempo. 

Einmal jährlich, rund um den Geburtstag des Kindes, findet ein Ent wicklungsgespräch statt. Grundlage hierfür ist der Beobachtungsbogen nach Petermann und Petermann. In einem wertschätzenden Austausch besprechen wir die Entwicklung des Kindes, seine Stärken, Interessen und individuellen Entwicklungsschritte. Ein offener und vertrauensvoller Austausch ist mir wichtig.
 Daher ha ben Eltern jederzeit die Möglichkeit, in einem kurzen Tür- und Angelge spräch Fragen zu stellen, Informationen weiterzugeben oder aktuelle Anliegen anzusprechen. Neben dem jährlichen Entwicklungsgespräch biete ich bei besonderem Gesprächsbedarf einen vereinbarten Gesprächstermin außerhalb der Bring- und Abholsituation an. Absprachen und wichtige Veränderungen werden transparent festgehalten. Kritik und Beschwerden nehme ich ernst und bespreche sie vertraulich, wertschätzend und lösungsorien tiert mit den Eltern. Kann keine gemeinsame Lösung gefunden werden, können die zuständige Fachberatung oder der zuständige Träger der Kindertagespflege einbezogen werden.

Routine im Tagesablauf – für kleine Kinder besonders wichtig

Unser Tag ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die immer wiederkehren und so Vertrauen und Verlässlichkeit für die Kinder bringen. Einzelne Tätigkeiten, wie Hände waschen, die Mahlzeiten oder natürlich der Mittagsschlaf strukturieren den Tag – die Kinder entwickeln eine Routine und lernen Abfolgen in einem Tagesablauf. Zwischen diesen festen Strukturen gibt es täglich wechselnde Angebote, die den Tag lebendig und abwechslungsreich gestalten.

Auch die Kinder können mitentscheiden, welche Spiele, Tätigkeiten oder Ausflüge wir an einen Tag machen oder auch für die nächsten Tage planen. Die Kinder lernen Wünsche zu äußern und im sozialen Miteinander auf die Wünsche Anderer einzugehen.


  • 7:30 - 8:30 Uhr         ankommen / Freispiel / Frühstück
  • 9:00 - 9:30 Uhr         Morgenkreis
  • 9:30 - 11:30 Uhr       kreativ Zeit / Freispiel / Bewegung im Freien
  • 11:30 - 12:15 Uhr     Mittagessen
  • 12:15 - 13:45 Uhr     Mittagschlaf / Ausruhen 
  • ab 14:00 Uhr             abholzeit

Körperliche Pflege wie Wickeln wird individuell im Tagesablauf eingebunden.